Die WGK-Fraktion begrüßt das engagierte Vorgehen der Kreisverwaltung, die heute Morgen mittels Ordnungsverfügung den Transport von Rindern in ein außereuropäisches Drittland untersagt hat.
Die
WGK-Fraktion fordert einen sofortigen Stopp jeglicher Tiertransporte
aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde in außereuropäische Drittländer.
Dabei ist es unerheblich, ob die Transporte zunächst lediglich in andere
Bundesländer deklariert sind, um die rechtmäßige Verweigerung der
Transportgenehmigung durch die Kreisveterinärinnen und Kreisveterinäre
zu umgehen.
Die WGK-Fraktion ist entsetzt über die lasche Reaktion des Landwirtschaftsministers Jan Phillip Albrecht.
Die
Kreisveterinärinnen und Kreisveterinäre haben sich im Bewusstsein ihrer
Verantwortung für die Tiere während des gesamten Transportes bis zum
Erreichen des Zielortes darüber kundig gemacht, ob die Transportrouten
dem Tierwohl ausreichend Rechnung tragen. Dies ist nachgewiesen nicht
der Fall. Eine Transportgenehmigung darf nicht nur aus strafrechtlichen Gründen, sondern auch aus ethischen Gründen nicht erteilt werden.
Es
kann nicht sein, dass ein grüner Landwirtschaftsminister
verantwortungsbewusste Tierärztinnen und Tierärzte ausdrücklich anweist,
den Tierschutz bei der Ausstellung der Vorlaufatteste vorsätzlich zu
ignorieren.
Vorangegangen war die tierschutzrechtlich umstrittene Anweisung des grünen Landwirtschaftsministers Jan Philipp Albrecht, der den Kreisveterinärinnen und Kreisveterinären die Ausstellung von Vorlaufattesten für eben solche Tiertransporte auferlegt hatte.
Die Kreisverwaltung setzt sich mit dieser Ordnungsverfügung für die Durchsetzung des Tierschutzes ein. Den betroffenen Rindern wird nun ein qualvoller Transport über tausende Kilometer hinweg erspart.
Die Entscheidung, die dem Tierschutz gegenüber wirtschaftlichen Interessen Priorität einräumt, entspricht unserem Verständnis von Verantwortung gegenüber unseren Mitgeschöpfen und findet unsere volle Unterstützung. Die Tierquälerei muss aufhören!